Der Nikkei-Index bezeichnet den japanischen Aktienindex an der Börse in Tokio und ist einer der wichtigsten Aktienindizes im asiatischen Wirtschaftsraum. Der Nikkei 225 gehört dabei zur Nikkei-Index-Familie und listet die nach der Marktkapitalisierung (auf einer Börse gehandelten Aktien) 225 f japanische Unternehmen auf. Die 225 ausgesuchten Aktienwerte wurden erstmals 1950 veröffentlicht und dienen seitdem als Börsenbarometer, um den Entwicklungsverlauf an der Tokioer Börse messen und vergleichen zu können. Jedes Jahr wird entschieden, welche Unternehmen in den Nikkei Index neu aufgenommen werden und welche ausscheiden. Der Nikkei-Index-Bezeichnung ist auf das die japanische Wirtschaftszeitung Nihon Keizai Shimbun zurückzuführen, die mit Nikkei abgekürzt wird und seit 1971 als Tageszeitung den täglichen Nikkei-Aktienindex berechnet und veröffentlicht.
Der Nikkei-Index ist wie der Dow Jones ein preisgewichteter Kursindex, der anhand der Summierung der im Index enthaltenen Aktienanteile berechnet wird, wobei Dividenden, Bezugsrechte und Sonderzahlungen nicht mit einbezogen werden. Der Nennwert der Aktien im Nikkei-Index beträgt 50 Yen. Im Dezember 1989 erreichte der Nikkei 225 mit 38.915,87 Punkten am Schlusskurs seinen bis dato höchsten Kursstand. Während der Asienkrise 1998, der Dotcom-Blase 2003 und der internationalen Finanzkrise 2007 erlitt der Nikkei-Index teils starke Kurseinbrüche.
Neben dem Nikkei 225 ist der TOPIX (Tokio Stock Price Index) der zweite bedeutende Kursindex an der Tokioer Börse. Wegen der hohen Anzahl an Aktien (1672) gilt der TOPIX als aussagekräftigerer Index für den aktuellen Zustand der japanischen Wirtschaft.